Alyamas alljährlicher Jahresrückblick

Mein eigener Jahresrückblick hat Tradition seit ich 2005 angefangen habe zu bloggen. Er hat sich über die Zeit verändert, wurde politischer und weniger privat, aber ich möchte trotz allem daran festhalten, um das letzte Jahr Revue passieren zu lassen 🙂 Einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt der Jahresrückblick übrigens nicht, dafür wars wirklich zuviel, aber es finden sich ein paar Augenblicke an die ich mich auf Anhieb erinnere.

Aus taktischen Gründen beginnt mein Jahresrückblick erst im Februar und zwar mit der ersten ACTA-Demo. Ich bin da mehr so zufällig reingerutscht weil ich Teile der Orga kannte und wurde kurzerhand zum Ordner. Das war weiter keine große Arbeit, die Demo verlief total unkompliziert und als es zwei Wochen später hieß, man bräuchte eine Versammlungsleitung für eine weitere Demo, habe ich spontan zugesagt das zu übernehmen und habe auch beispielsweise den Cookiestorm organisiert. Kurz vor der Demo ist dann der Knoten vollends geplatzt und ich wurde offiziell, mit allem was dazugehört (ausser Mitgliedsnummer *höhö*) Pirat.

Im März haben die Ulmer Piraten dann beschlossen, einen Kreisverband zu gründen. Nach langen Gesprächen mit dem üblichen Verdächtigen (du weißt, dass du gemeint bist!), habe ich mich zu einer Kandidatur durchgerungen. Nicht weil ich daran dachte gewählt zu werden, aber weil ich meine Unterstützung anbieten wollte. Dann wurde ich gewählt.

Im April haben wir mit dem neuen Kreisverband die ersten Aktionen gestartet: Den Wanderstammtisch beispielsweise und Themenabende am Stammtisch (hier ganz konkret der Vortrag zum Thema Inklusion). Wir haben uns als Vorstand langsam zurechtgefunden, ich habe die Mitgliederverwaltung übernommen und die ersten Neumitgliedspakete bestückt. Ich hatte außerdem meinen ersten piratischen „Aussentermin“ bei dem ich mit zwei weiteren Leuten die Politik AG eines Gymnasiums besucht und mit den Schülern über die Piraten gesprochen habe.

Im Mai haben wir langsam begonnen, uns Gedanken über eine weitere ACTA-Demo zu machen, die Anfang Juni stattfand. Erneut mit mir als Versammlungsleitung. Ich habe im Juni außerdem die Veranstaltung „Tag der Demokratie – Kinder haben keine Lobby“ mitorganisiert. Auf dem Ulmer Marktplatz gabs verschiedene Spiele, Kinderschminken und kostenlose Getränke, in Kombination mit Reden und Quizrunden zum Thema Politik für Kinder. Vom Vorstand des Bezirksverbandes Tübingen habe ich in diesem Monat (glaube ich…?^^) die Beauftragung als Aufstellungsversammlungskoordinatorin bekommen.

Im Juli wurde ich zur Direktkandidatin für die Bundestagswahl im Wahlkreis Ulm gewählt. Wie ich mich für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken kann, weiß ich immer noch nicht. Aber ich freue mich, dass es Menschen gibt, die mir diese Aufgabe zutrauen und ich wünsche mir, dass wir uns am Schluss zusammen über ein möglichst gutes Ergebnis freuen dürfen. Kurz darauf fand das „Flaggschiff“ der NPD seinen Weg nach Ulm und wir unseren Weg in die Sitzblockade, wo wir geraume Zeit ausharrten und dafür sorgten, dass die NPD-Kundgebung in der Innenstadt nicht stattfinden konnte. Für die Folgewoche haben wir dann ein kleines Sommerfest organisiert, bei dem viel gesungen, gelacht und getrunken wurde.

Im August waren wir mit einem Stand auf dem CSD in Ulm vertreten. Neben 12 langen Stunden am Stand habe ich an dem Tag großartige Gespräche mit Besuchern am Stand geführt und der CSD war ein tolles Ereignis. Ich wünsche mir, dass wir noch sehr viele Jahre regelmäßig am CSD teilnehmen können und dürfen, auch wenn ich mir wünsche, dass der eigentliche „Grund“ für den CSD irgendwann beseitigt wird und man dann auf der Veranstaltung die gemeinsam erreichten Erfolge feiern kann!

Im September wurde ich auf Platz 9 der Landesliste BaWü gewählt. Auch das war für mich überraschend, ich hatte mehr damit gerechnet, als „Listenfüller“ einen der letzten Plätze „vollzumachen“. Das kam anders, unerwartet, aber nicht unerwünscht und ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit. In der Woche nach der Aufstellungsversammlung haben wir dann einen Infostand zum Thema „Opt-Out-Day“ gemacht. Auch hier gab es wieder großartige Gespräche und einige tolle Momente, bevor es im Anschluss auf ein Treffen mit einigen Mitgliedern der Linken ging. Ich war außerdem auf der #av295 als Wahlleiterin zugegen und habe das Spektakel live erlebt. Dazu kam in diesem Monat noch ein Vortrag über die Piraten beim Kiwanis Club Ulm/Neu-Ulm, den ich zusammen mit David Dorst gehalten habe.

Für den Oktober wurde ich eingeladen, ein Radiointerview zu geben. Insgesamt war ich, zusammen mit Marco Geupert, eine ganze Stunde dort und wir haben alle Fragen so gut wie möglich beantwortet. Ich glaube ja, wir haben uns gut geschlagen 😉 Ein Aktionstag zum Thema „Vorratsdatenspeicherung“ hat auch stattgefunden, auch hier gab es wieder einen Infostand am Berblinger Brunnen in Ulm. Zusätzlich habe ich den ein oder anderen Tag in Stuttgart verbracht, u.a. um bei der Unterlagen-Vollständigkeitsprüfung der Kreiswahlvorschläge mitzuhelfen und einen Infostand für die Gema-Tanzkundgebung in Ulm organisiert.

Im November wurde ich gebeten, einen Vortrag zum Thema „Transparenz & Bürgerbeteiligung“ bei den Stadtwerken zu halten, was ich auch getan habe. Der Vortrag wurde sehr positiv aufgenommen und vielleicht kommt langfristig auch das ein oder andere Gute für die Bürger dabei raus. Gegen Monatsende kam dann noch eine Anfrage, ob ich einen Gastartikel über mich für das „BUFO“ der katholischen Landjugendbewegung schreiben würde, was ich sehr gerne getan habe. Wir hatten außerdem Bundesparteitag, bei dem ich in der Presseakkreditierung geholfen habe und im Kreisverband gabs am letzten Tag des Monats noch ein „Jahresabschlussfest“ für alle die Lust hatten.

Im Dezember habe ich meine Beauftragung zur Aufstellungsversammlungskoordinatorin beim Bezirksverband zurückgegeben und einen Vortrag zum Thema „Kommunikation“ auf der MarinaBW gehalten. Es steht noch ein letzter Infostand an (morgen) und dann geht es in eine hoffentlich verdiente Pause nach Irland, aber nur bis Silvester. Und dann läuten wir ein großartiges, aber auch anstrengendes Wahlkampfjahr ein. Ich freu mich drauf!


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