Familienpolitik bei den Piraten

Heute war ein Artikel im Spiegel, in dem zusammengefasst wird, wie plötzlich alle Parteien Familienpoltik für sich entdecken. Klar, ist ja auch ein tolles Wahlkampfthema, da kann man getrost ganz vielen Leuten ganz viel versprechen, wovon – ich bin mir sicher – die Hälfte schnell vergessen ist, zumindest von den Versprechenden. Nicht von den Wählern.

Aber was wollen die Piraten eigentlich in Sachen Familienpolitik umsetzen? Wofür stehen wir, was ist uns wichtig?
Eine kurze, grobe Zusammenfassung aus unseren Programmen:

Geschlechter- und Familienpolitik (für uns gehört das zusammen!):
Wir verlangen, dass Gleichberechtigung herrscht: Wir tolerieren nicht, dass Menschen die sich für ein oder mehrere Kinder entscheiden dadurch einen Nachteil haben. Wir wollen das Ehegattensplitting abschaffen und steuerliche Vergünstigungen für diejenigen einräumen, die Kinder oder schwache Menschen versorgen. Betreuungsangebote müssen flächendeckend verfügbar sein, ein Rechtsanspruch ab Geburt ist zwingend notwendig. Dazu kommt, dass wir uns dafür aussprechen, dass alle Bildung – und da gehört auch Kinderbetreuung dazu – kostenlos sein muss, damit jeder daran teilhaben kann. Wir Piraten sind außerdem der Meinung, dass das Privileg Kinder haben zu dürfen nicht an das Geschlecht gebunden sein darf. Auch gleichgeschlechtliche Paare können verdammt gute Eltern sein. Ja, wir gehen sogar so weit zu sagen, dass auch Beziehungen zwischen mehr als zwei Personen ganz normale Beziehungen sind und so behandelt werden müssen.

Auch Bildungspolitik ist untrennbar damit verbunden:
Jedes Kind, jeder Erwachsene muss Zugang zu Bildung haben, unabhängig davon, welchen sozialen Status er hat. Wir haben kein größeres Gut als Bildung, wir können der nachfolgenden Generation (abgesehen von Liebe) nichts wertvolleres mitgeben und diese Chance müssen wir nutzen! Wir Piraten sehen jeden Menschen als Individuum. Wir sehen, dass jeder anders lernt und andere Stärken und Schwächen hat. Das ist wünschenswert und muss gefördert werden, nicht zuletzt durch eine gewisse Flexibilität im Bildungssystem. Wir sprechen uns ganz klar für Lernziele aus, statt für Lehrpläne.

Nicht zuletzt spielt für uns auch Jugendschutz eine Rolle:
In der heutigen Zeit kommt niemand mehr daran vorbei, eine gewisse Medienkompetenz zu erlernen. Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche früh den Umgang mit den „neuen“ Medien lernen und dass dies nicht im Alleingang passiert. Wir sprechen uns außerdem gegen eine starre Altersbeschränkung aus, da jedes Kind und jeder Jugendliche eine andere Reife an den Tag legen. Wann ein Kind/Jugendlicher welchen Film ansehen darf, ist Sache der Eltern und der Erziehung. Altersbeschränkungen funktionieren in den wenigsten Fällen.

Für mehr Informationen würde ich jedem empfehlen, die verlinkten Teile des Grundsatzprogrammes (besser noch: das gesamte Grundsatzprogramm) zu lesen. Ich habe irgendwann aufgehört, die Wahlversprechen der andere Parteien zu glauben…für Familien hat sich bisher wenig sinnvolles verändert und genau das will ich ändern. Mit den Piraten. Im Bundestag.


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