Meine geplante Rede zum CSD Ulm/Neu-Ulm 2013

Ehrlich gesagt nervt es mich. Ich meine, ich stehe gerne hier, feier mit euch allen und quatsch euch die Ohren voll. Aber wenn ich ehrlich sein darf: Dass ich überhaupt hier stehen muss, weil manche Menschen immer noch nicht begreifen wie normal Homosexualität ist…das nervt mich. Ich kann nicht glauben, dass wir im 21. Jahrhundert über eine Gleichstellung der Ehe oder ein Adoptionsrecht für Homosexuelle überhaupt noch diskutieren. Das passt höchstens ins Mittelalter und nichtmal da war es angemessen!

Was geht es den Staat an, was du oder ich in der Hose haben? Warum wird das Geschlecht überhaupt staatlich erfasst? Warum werden Kinder von klein auf in eine bestimmte Geschlechterrolle gepresst? Warum müssen Eltern bei Kindern mit beiden Geschlechtsmerkmalen entscheiden, welchem Geschlecht sie zugehörig „gemacht werden“? Was soll dieser Irrsinn?

Im 21. Jahrhundert sollte auch der letzte endlich begriffen haben, dass Homosexualität etwas völlig normales ist. Jedem steht es frei, sich als Lesbe, als Schwuler, als Mann, als Frau, als Transgender, Eichhörnchen oder was auch immer zu bezeichnen und diese Bezeichnung nach Belieben täglich zu verändern. Dieser Irrsinn muss ein Ende haben!

Daher meine Bitte an euch: Geht wählen. Es sind Menschen wie ihr, deren Stimme so wichtig ist, weil ihre Rechte nicht anständig vertreten werden! Eure Stimme zählt und gemeinsam können wir was bewegen!

Ich möchte außerdem eine Nachricht nach Russland schicken, wo es den Menschen seit einiger Zeit nicht mehr gestattet ist, überhaupt im Beisein Minderjähriger über Homosexualität zu sprechen. Den Menschen dort will ich sagen: Wir stehen auch für eure Rechte auf, bleibt stark! Und Putin, fick dich für deine homophobe Propaganda! Idi na hui! Za prapagandu gomofobii!

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5 Kommentare zu “Meine geplante Rede zum CSD Ulm/Neu-Ulm 2013

  1. Sie sollten sich erst einmmal mit dem Entstehen von Gesellschaften und Kulturellen Institutionen beschäftigen. Profanitäten sind kein Ersatz für Bildung. Wenn schwul sein normal und natürlich wäre, dann wären es die meisten.
    „Dieser Irrsinn muss ein Ende haben!“ Dem kann man nur zustimmen!

  2. Schwul sein ist normal. Der eine so, der andere so. Oder willst du mir sagen, Gitarre spielen sei nicht normal? Warum machen es dann nicht die Meisten?

    Sicherheitshalber mache ich an dieser Stelle mal noch darauf aufmerksam, dass ich homophoben Äusserungen hier keinen Platz biete und derartige Aussagen löschen werde.

  3. Pingback: Schon GAYwählt? | PiratLaser

  4. Statt sich um normal/nicht normal zu kloppen halte ich es für sinnvoller, was James Cantor zu dem Thema sagt. Sein Zitat steht im entsprechenden Wikipediaartikel ganz oben. Sinngemäß: nicht alles was normal ist (definiert an der Mehrheit und der gesellschaftlichen Akzeptanz) ist gut und nicht alles was unnormal ist ist schlecht. Denn dann wäre sexuelle Belästigung absolut gut während Müllmann sein verwerflich wäre. Es gilt endlich die Diversität der menschlichen Rasse anzuerkennen! Und aufzuhören Leute an ihren Gefühlen zu messen. TATEN machen den Menschen aus.
    Ach übrigens: ich zB bin pädophil. Das zwingt mich aber nicht Kinder zu missbrauchen, im Gegenteil!

  5. Und noch was: „Jedem steht es frei, sich als Lesbe, als Schwuler, als Mann, als Frau, als Transgender, Eichhörnchen oder was auch immer zu bezeichnen und diese Bezeichnung nach Belieben täglich zu verändern.“ Ich denke, Geschlecht, Transgender oder Eichhörnchen ist eine zeitlich überdauernde Zuweisung. Wer das täglich ändert hat meiner Meinung nach ein ernstes psychisches Problem. Diese Forderung geht etwas weiter als vernünftig.
    Mein Senf.

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