…but in the end it’s right :)

Es ist vorbei. Die Bundestagswahl ist gelaufen und wir Piraten stehen bei 2,2%, ich habe 2,6% der Erststimmen bekommen.

Wir haben damit den Einzug in den Bundestag nicht geschafft. Was bleibt ist Erfahrung, Wissen, Nachdenklichkeit und ein Wehmutstropfen. Für uns als Partei ist es nicht schlimm, dass wir es nicht geschafft haben, aber für die Politik der nächsten Jahre empfinde ich persönlich es als sehr schlimm. Die Politik der „Großen“ macht mir schon lange Sorgen, aber nie schien eine Veränderung so zum Greifen nahe wie dieses Mal. Ist das das Ende für die Piraten? Oh nein, es ist erst der Anfang. Wir bleiben, wir machen weiter und wir werden auch die nächsten Jahre dafür aufstehen, dass politisch vernünftig gehandelt wird. Aufgeben ist keine Option, dafür ist zuviel im Argen!

Und ich? Ich werde auch nicht aufhören. Dafür habe ich viel zu sehr Blut geleckt, investiert und gekämpft. Ich bleibe Pirat, ich bleibe politisch, ich kämpfe weiter für Veränderung und eine gerechtere Welt. Aufgeben ist keine Option! 🙂

Was bleibt mir also nach der Bundestagswahl für den Moment erstmal? Erstmal ganz klar: Ein paar freie Tage! Ich will nicht sagen, dass ich sie mir verdient habe, aber ich werde sie mir einfach nehmen. Nur meine Tochter und ich, keine Termine, kein Handy. Trotzdem muss ich noch etwas erledigen, bevor ich entspannen kann: Ich muss den allerwichtigsten Menschen in diesem Wahlkampf DANKE sagen. Es gibt da eine – nicht gerade kleine – Truppe, die mir so wahnsinnig den Rücken gestärkt, mich ermutigt, mir Arbeit abgenommen und mich unterstützt hat, ohne die ich niemals in der Lage gewesen wäre, diesen Wahlkampf zu bewältigen. Ein paar Davon muss ich – einfach aufgrund des massiven Zeitaufwandes, den sie da reingesteckt haben, namentlich nennen (willkürliche Reihenfolge!):

Denise: Ich weiß nichtmal mehr, wie du zur „Wahlkampfmanagerin“ wurdest, aber das Arbeitszeugnis, das ich dir ausstellen sollte, ist glänzend. Jemand nennt mir einen Termin, du trägst ihn nebenbei sofort in meinen Kalender ein, du fährst den Infostand spazieren, kennst keine freien Tage mehr, plakatierst bis zum Umfallen, beherbergst das Materiallager, hast den Überblick über ALLES und bist obendrein nahezu immer erreichbar. Uffz! Um es mit den Worten eines Arbeitgebers zu sagen: Wir bedauern es sehr, dass das Arbeitsverhältnis ein fristgerechtes Bundestagswahlende nahm und wünschen Frollein Niggemeier alles Gute für ihren weiteren beruflichen Weg 🙂

Holger: Ohne mit der Wimper zu zucken spendest du Geld für die Kinderbetreuung während Infoständen, fährst das Auto meiner Oma dahin wo es hin muss, beschäftigst meine Tochter während Terminen, verbringst den Abend damit, den schlafenden Zwerg zu bewachen, damit ich auf eine Podiumsdiskussion kann, verteilst Flyer, hängst Plakate auf, nimmst einen Termin für mich wahr, weil ich Ohrenschmerzen habe und ins Bett möchte. Ohne Murren, ohne Knurren, einfach so.

Viktor: Auch wenn du immerimmerimmer zu spät kommst…was du in diesem Wahlkampf geleistet hast, ist immens und riesig und großartig. Von A wie „Plakatieren“ bis Z wie „Infostand“ war auf dich immer Verlass. Dass du quasi nebenbei noch die Schatzmeistertätigkeiten für den Kreis und das Land gemanagt hast, muss ich glaub ich nicht erwähnen, das ist bei dir ja eine Selbstverständlichkeit 😉

Tobias: Neupirat, aye? Wie haben wir den Laden eigentlich geschmissen, bevor du dazugekommen bist? Und wichtiger: Weiß deine Frau eigentlich noch wie du aussiehst? Du warst derjenige, der nie geredet hast, du hast immer nur gemacht. Plakatieren? „Bin unterwegs“. Throwies? „Hab ich bestellt.“ Infostand? „Ich komme zwei Minuten später.“ Uffz!

Die Plakatierteams: Hans, Kai, Tobias, Viktor, Holger, Denise, Anja, Falk, Carsten, Oliver, Laser, Stefan und wen ich noch alles vergessen habe. Ihr seid der Hammer!

Natürlich geht ganz ganz viel Dank auch an die Nicht-Piraten, die für mich Wahlkampf gemacht haben, als gebe es kein Morgen mehr! Leute aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis, die Flyer verteilen wollten, die all ihren Freunden von mir erzählt haben und versucht haben, so viele Stimmen für mich zu sammeln wie möglich. An meine Familie, die meine Tochter immer wieder genommen hat, um mir den Rücken freizuhalten. An die anderen Piraten, mit denen ich zusammen gearbeitet habe im Wahlkampf.

Und – last but not least – an alle, die mir mit ihrer Stimme vertraut haben. Ich danke euch!

Advertisements

Ein Kommentar zu “…but in the end it’s right :)

  1. Pingback: Piraten-Wahlergebnisnachlese | Niklas Deutschmann

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s