Frau Lewitscharoff, Sie sind ekelhaft!

Da sagt die Sibylle Lewitscharoff in einer Rede so richtig strunzdämliche Sachen. Onanie solle man am Besten verbieten, Kinder die aus künstlicher Befruchtung bestehen seien „Halbwese“ für die sie nur Abscheu empfinden könne und außerdem hat sie gleich noch schnell aktuelle Fortpflanzungsmethoden mit den Kopulationsheimen der Nazis verglichen. Was die Gutste da verbreitet ist nicht nur ekelhaft, sondern auch gefährlich.

Jetzt ist die Dame mit den bekloppten Aussagen nicht Irgendjemand, sondern eine mit etlichen Preisen (14…vierzehn!) ausgezeichnete Autorin. Da hat sich der Spiegel dann mal damit beschäftigt, rauszufinden, was denn die Preisgeber dazu sagen. Und – Überaschung! – entweder kam keine Äußerung, oder es kam die Aussage:

Der Preis galt und gilt der literarischen Qualität des Werkes. Eine Qualität, die unabhängig von den Meinungsäußerungen der Autorin ausgezeichnet und damit preiswürdig ist.

Achso, jetzt habe ich das verstanden. Man trennt also zwischen Person und Werk. Wenn jetzt also Anders Breivik ein gutes Buch schreibt, oder Marc Dutroux, dann ist das vollkommen in Ordnung das Buch auszuzeichnen obwohl der Mensch ein Arschloch ist. Klar, habe verstanden.

Frau Lewitscharoff: Ich empfinde nur Abscheu für Sie.

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2 Kommentare zu “Frau Lewitscharoff, Sie sind ekelhaft!

  1. Nanana, Lisa. Nicht die Person mitzuwerten ist im Grunde schon richtig. Wo kämen wir denn da hin, wenn bei Preisverleihungen auch Kopfnoten und moralische Bewertungen einbezogen werden müssten? Ich hätt damit kein Problem, wenn jemand, solang das Werk nicht die verdehte Sichtweise propagiert … Vor solche Dinge wie Preisverleihungen und sonstige Ehrungen für bestimmte Sachen kann und darf keine moralische Überprüfung der Person vorgeschaltet werden, da sowas kein Mensch objektiv bewerten kann und wir sonst nur noch dabei wären, vergangene Ehrungen umzuordnen und neu zu bewerten. Extrembeispiel: Hitler hat meines Halbwissens die erste Autobahn bauen lassen. Der Zweck und die Person mögen Sch**** gewesen sein aber bestreiken wir deshalb die Autobahnen? Oder darf man nicht sagen, dass das im Nachhinein betrachtet eine gute Idee war? Da klebt doch an den Autobahnen mehr Blut als an den Preisen einer Frau, die haarsträubenden Unsinn redet.

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