Landtagswahlen im März

Es ist wieder soweit, morgen stehen wieder Landtagswahlen an. Diesmal betrifft es Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.

Wie so oft wird die Wahlbeteiligung eher gering ausfallen, dennoch (oder auch deswegen!) möchte ich jeden einzelnen von euch dazu aufrufen: Nehmt euer Recht (und eure Pflicht!) zu Wählen war! Viele viele Menschen haben für ein Wahlrecht gekämpft und tun es teilweise heute noch. Wenn ihr auch nicht glaubt, dass ihr es diesen Menschen schuldet wählen zu gehen, dann wenigstens euren Töchtern, Söhnen, Enkeln, Nichten, Neffen und Patenkindern!

Es liegt an jedem einzelnen von uns, dass der Wahltag morgen nicht dafür in Erinnerung behalten wird, dass er den neuen Nazis den Weg frei gemacht hat! Es liegt an uns, dass 2016 nicht das neue 1933 wird!

Und wer übrigens immer noch nicht glaubt, dass die AfD tatsächlich so schlimm ist, der kann sich hier und hier anschauen, was die (aussichtsreichsten) Landtagskandidaten dieser Partei so für Menschen sind.

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Landtagswahl 2011 – die Zweite: Einheitsschule vs dreigliedriges Schulsystem

Aufgrund einer aktuellen und hitzigen Diskussion will ich das Thema hier auch nochmal aufgreifen.

Ich verstehe nicht ganz, welchen Sinn es haben soll, unser traditionelles, dreigliedriges Schulsystem beizubehalten. Warum stehen so viele Menschen weiter bedingungslos hinter einem System, dass schon von klein auf sondiert, wer es zu was bringen könnte und wer nicht? Erwarten wir tatsächlich von unseren 10-jährigen, dass sie schon wissen, was später aus ihnen werden soll? Wie fair kann es sein, an den Leistungen eines KINDES zu messen, wofür es später im Berufsleben taugen könnte?

In meiner Kindheit hieß es immer, wer etwas handwerklicheres machen will, der sollte am Besten auf die Haupt- oder Realschule gehen, das Gymnasium eigne sich für Leute die lieber trockene Theorie machen wollen. Diese Aussage ist allerdings schon lange überholt. Heute reicht für viele Berufe – in denen man früher oft Hauptschüler antreffen konnte – nur noch die Mittlere Reife. Am Liebsten wäre es vielen Arbeitgebern, sie könnten gleich direkt Azubis mit Abitur für ihre Stellen bekommen.

Mir ist wirklich nicht klar, wie die Leistungen eines 10-jährigen in Mathe, Deutsch und Heimat- und Sachkunde darüber urteilen können, ob derjenige als Erwachsener Arzt oder eher Bäcker werden sollte. Vor allem, solange es so läuft, dass die Mehrheit der Kinder mit Gymnasialempfehlung aus intakten, gutsituierten, deutschen Familien stammen und Kinder aus sozial schlechteren (Wohn-)Gegenden, oder familiär schwierigen Umfeldern eine geringere Chance auf so eine Empfehlung haben.

Was ich auch nicht einsehen kann (und will) ist dass es in Deutschland 16 verschiedene Ideen zum Thema Schule geben kann. Mir ist schleierhaft, wie Bildung Ländersache sein kann! Was bringt es uns, wenn in manchen Bundesländern nach der 4. Klasse sondiert wird, in anderen nach der 6. Klasse. Mir so passiert: Meine Heimatstadt liegt direkt an der Grenze von Baden-Württemberg und Bayern. Nach dem Abbruch des Gymnasiums in Württemberg kam ich auf die Realschule in Bayern…und dort ging die Grundschule bis zur 6. Klasse. Als ich später umzugsbedingt wieder zurück auf eine Württembergische Realschule kam, „durfte“ ich 2 Jahre Chemie nachholen und hing in etlichen anderen Fächern ebenfalls hinterher. Sowas darf einfach nicht passieren, nicht in einem angeblich fortschrittlichen Land wie Deutschland!


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Landtagswahl 2011

Ich kann es nicht oft genug sagen: Geht wählen! Jede Stimme, jede einzelne Stimme, zählt.

Jeder ist ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, sich über unsere Politik zu beschweren. Keinem passt, was derzeit im Bundestag, genauso aber auch im Landtag vor sich geht. Warum ist die Wahlbeteiligung trotzdem jedes Mal viel zu niedrig? Stuttgart 21 und die derzeitige Situation in Japan haben HUNDERTE auf die Strassen gebracht, alle haben demonstriert, von den Jüngsten bis zu den Ältesten. WARUM können trotz allem nur die Wenigsten verstehen, wie wichtig ihre Stimme eigentlich bei einer Wahl ist? Bei der letzten Landtagswahl in Baden-Württemberg gab es eine Wahlbeteiligung von 53,4 Prozent. Ein historisches Tief, so schlimm wars noch nie. Wie kann sowas passieren? Ist Demokratie angesichts solcher Zahlen tatsächlich die richtige Staatsform für die Deutschen?! Weiß ja nicht, ob nur ich das so erschreckend finde.

Ich bin Teil einer überzeugten Nichtwählerfamilie…trotzdem habe ich für jeden der Nichtwähler in meiner Familie die Zügel in die Hand genommen, Briefwahlunterlagen angefordert und ihnen die Wichtigkeit ihrer Kreuze verdeutlicht und erklärt, welche Partei welches Wahlprogramm hat. Bei uns haben somit alle gewählt, zwar nicht ganz aus eigenem Antrieb, aber selbst wenn es noch einen Schubser in die richtige Richtung braucht, dann ist das völlig in Ordnung.

Geht wählen! Fordert Familie und Freunde zum Wählen auf! Verdeutlicht allen, dass Nichtwählen eine Schande ist! Jeder, der länger als 3 Monate in Baden-Württemberg lebt, hat das Recht bei der Landtagswahl abzustimmen…macht nicht nur von eurem Recht Gebrauch, nehmt eure Pflicht als Wähler wahr und ernst!


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